Das Ende von Erdöl, Erdgas & Kohle

Fossile Rohstoffe

 

 

Das Ende von Erdöl und Kohle

 

Jörn Schwarz, ASPO Deutschland

Grüner Dienstag

6. Oktober 2009

 

 


 

Bericht

Referent des Abends war Jörn Schwarz, ASPO Deutschland Mitglied (ASPO - Association for the Study of Peak Oil and Gas, www.energiekrise.de), unabhängiger Berater des BMU (Bundesministerium für Umwelt) und Sprecher des Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Vereins (www.dkv.org).

Vielen Dank!



Kernaussagen von Jörn Schwarz:

„Peak Oil“ ist jetzt. Die weltweite Ölförderung hat mit großer Wahrscheinlichkeit das Fördermaximum bereits überschritten. Bis
zum Jahr 2030 könnte sie auf die Hälfte sinken. Aufgrund des steigenden Eigenverbrauchs der Ölförderländer wird sich das Angebot auf dem Weltmarkt zusätzlich verknappen. Für Deutschland könnte die Folge sein, dass Deutschland im Jahr 2030 kein Öl mehr importieren kann.

Quelle: http://www.aspo-germany.org/news/gazette/2008/2008-05-21_EWG_PK_Statement_Zittel.pdf



Zwischen 2020 und 2040 wird es voraussichtlich auch in Deutschland zu gravierenden Engpässen bezüglich der Energieversorgung kommen, da die Abnahme verfügbarer Energien durch fossile Brennstoffe nicht zeitgleich kompensiert werden kann durch alternative Energien. Erst um 2040 wird die verfügbare Menge an Energie aus erneuerbaren Quellen in etwa so hoch sein wie die, die wir derzeit verbrauchen.

Es gilt, sich auf diese Zeit des Mangels vozubereiten.

 

 

Quelle: http://energywatchgroup.org/fileadmin/global/pdf/EWG_Booklet_D_E_v2.pdf

 

Download Vortrag

 

Jörn Schwarz hat in der Zeitschrift "Klima- und Kältetechnik" (September 2007) einen zweiteiligen Beitrag zu Peak-Oil und zu den möglichen Alternativen veröffentlicht.

Dieser Beitrag gibt die Inhalte des Vortrags beim Grünen Dienstag im Wesentlichen wieder.

Zukunft der Energieversorgung - Teil 1: http://www.aspo-deutschland.org/news/gazette/2008/Zukunft_Energie_1.pdf

Zukunft der Energieversorgung - Teil 2: http://www.aspo-deutschland.org/news/gazette/2008/Zukunft_Energie_2.pdf

 

 

Weitere Literatur: 

Jörn Schwarz, 5.9.2008: Klimafreundliche Kälteanlagen für den Supermarkt. 

Download hier: http://www.umweltbundesamt.de/produkte/fckw/abschluss-kkfds/gewerbliche_kaelteanlagen.pdf

 

Anregungen/ Projektideen für den Bezirk, den Kiez:  

  • Energieverbrauch pro Wohnung und pro Wohnhaus ermitteln, Energieträger ermitteln:  "Krümel" von "Brocken" unterscheiden, um wirklich effiziente Veränderungen vorzunehmen.
  • Online-Rechner zum Energieverbrauch nutzen:  www.co2-online.de

  • Und nochmal co2online, diesmal ohne Bindestrich, somit auch eine andere Seite, sehr empfehlenswert: www.co2online.de
  • Wärmeversorgung durch Wärmepumpentechnik: ca. 25% Energiebedarf (aus Erneuerbaren Energien) => 100 % Wärmeleistung; Restwärme kommt aus Luft oder Abwasser, dem Wärme entzogen wird. Kritisch: Kühlmittel der Wärmepumpentechnik sind stark klimaschädigend - wie können sie entsorgt werden? Welche Ressourcen sind nötig, um Kühlmittel herzustellen, und wie werden sie beschafft? Wärmepumpen sind nicht ganz geräuschlos.
  • Für unabhängige Bastler: Luft-Luft-Wärmepumpe unterm Dach oder auf dem Balkon installieren (gibt es in Baumärkten ab ca. 300 €).
  • Im großen Stil mittels Wärmepumpen Heizwärme aus Abwasser gewinnen: zum Beispiel aus der Kanalisation unter der Wiener Straße (Vorbild: Stadtteil in Zürich, Näheres folgt in Kürze).
  • Wärmeversorgung durch mit Biotreibstoffen betriebene Mini-Blockheiz-Kraftwerke (BHKW) mit Kraft-Wärme-Kopplung. (Lichtblick/ VW - Projekt?)

 

 

 

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