Selbstversorgung mit dem Löwengarten: Worum geht's konkret?

Seit 11. März beliefert der Löwengarten 21 Haushalte in unserer Umgebung. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. 
Der Einstieg ist am besten möglich zu Beginn des Wirtschaftsjahres im Frühjahr. Ausnahmen für Quereinsteiger sind möglich.

 
Versorgungsgemeinschaft bedeutet, dass sich eine Gruppe von Personen mit einer Landwirtin/einem Landwirt zusammentut, diesem durch einen monatlichen Beitrag ein festes Einkommen ermöglicht und dafür hochqualitative, ohne ökonomischen Druck im Einklang mit der Natur produzierte Lebensmittel bekommt. Man bezahlt also nicht nach Stück oder Gewicht, sondern bildet eine Solidargemeinschaft, die Überfluß und Mangel gleichermaßen unter sich aufteilt.
 
 
In diesem Fall geht es um Gemüse und  Obst vom Löwengarten (http://www.land-und-leute.com), einem Gärtnerhof in Pretschen im Spreewald, der zur Zeit 43  
Haushalte in Berlin versorgt und ab 10 neuen InteressentInnen eine weitere Abholstelle in Kreuzberg beliefern würde.
Der Löwengarten wirtschaftet im Solidarprinzip. Die Beitrags-Empfehlungen liegen für eine Einzelperson bei 40,- € im Monat, für ein Paar bei 70,- €, für einen 4-Personen-Haushalt bei 100,- € im Monat. Einmal im Jahr sollte jede erwachsene Person, die beliefert wird, für ein Wochenende nach Pretschen fahren und mithelfen. Wir wollen als SO36-Gruppe Gemüseausgabe, gemeinsame Fahrten zum Bauern, aber auch die Finanzierung gemeinschaftlich und solidarisch regeln: jede/r soll finanziell und an Mitarbeit geben, was ihr/ ihm diese Idee und die Produkte wert sind, und was sie / er dafür gerne gibt.
 
Das bietet folgende Vorteile:
 
  • wir erhalten bestes Gemüse, gemäß dem strengen Demeter-Standard und darüber hinaus samenfeste (alte, besonders gesunde und geschmacksintensive) Sorten, die nicht auf ertragliche Hochleistungen getrimmt sind
  • wir wissen, wo es herkommt, wie es angebaut wird,
  • durch Saat-, Jäte- und Erntebesuche im Jahr entsteht eine Verbindung zum Hof, zum Anbauen, wir lernen viel über Gemüsebau und Landwirtschaft, und werden glücklicher, wenn wir ab und zu die Hände in die Erde stecken 
  • es ist gemeinschaftlich, solidarisch, es können sich auch u. U. Leute beteiligen, die die Bedingungen nicht erfüllen können.
  • wir unterstützen ein anderes, achtsameres Wirtschaften, nicht mehr die Supermarkt-Ketten, die auch im Bio-Segment einen enormen Preis-Druck auf die Landwirtinnen und Landwirte ausüben und so ein wirklich umweltverträgliches Produzieren unmöglich machen (nie und nirgends wurde anteilig so wenig für Lebensmittel ausgegeben, wie zur Zeit in Deutschland) 
  • durch die direkte Verbindung zum Produzenten werden wir unempfindlicher gegenüber den Auswirkungen, die die zunehmenden Turbulenzen der Finanzmärkte, sowie künftige Rohstoffverknappungen auf die zentralisierte Lebensmittelversorgung durch Supermärkte haben werden.
  • Gemüse und Obst - bio, frisch, regional und saisonal - ist unschlagbar klima- und umweltfreundlich!
  • wir werden mit einer unerwarteten und für viele unbekannten Diversität an regionalem und saisonalen Gemüse und Obst konfrontiert, die uns dazu bringt, unseren gewohnten Speiseplan ein wenig zu verändern und erweitern, was sich ausgesprochen positiv auf unsere Geschmacksnerven und unsere Gesundheit auswirken kann :-)
 
Im Augenblick liefert der Löwengarten ausschließlich Obst und Gemüse.  
Eine Vollversorgung ist jedoch angestrebt.
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